November

DER WINTER KOMMT

Die Gartensaison neigt sich unweigerlich dem Ende entgegen. Die Rosen haben längst ihre letzten Blütenblätter verloren, die Stauden wiegen sich in den Winterschlaf und das Eichhörnchen legt sich noch fix seine Vorräte zurecht. Für uns gibt’s nun allerdings noch einiges zu tun im Garten. Also nutzen wir die letzten Sonnentage im November und legen los, bevor der Winter kommt und alles mit seiner weißen Pracht verhüllt. 

Help the birds in November

FUTTER FÜR DIE VÖGEL 

Hast Du die Futterstationen für die Vögel in Deinem Garten schon gereinigt? Nein? Na, dann wird’s aber Zeit! Denn: Wenn’s im Garten kalt und ungemütlich wird, benötigen die Piepmätze unsere Hilfe. Schließlich dauert es nicht lange und sie haben alle Beeren und Samen weggefuttert. Darum solltest Du ihnen nun unbedingt Nahrung anbieten. So kommen die Vögel auch weiterhin zahlreich und gerne in Deinen Garten. Aber Achtung: Wenn Du einmal damit angefangen hast, solltest Du ihnen den ganzen Winter über etwas zu futtern anbieten. Schließlich verlassen sich die Piepmätze auf Dich und kommen oft von weit her angeflogen. Das kostet Kraft und Energie – davon haben sie in dieser Zeit nicht allzu viel. Daher sollte ihr Futter sehr kalorienreich sein. Brot und Reis werden immer schnell verputzt. Geriebener Käse und gekochte Kartoffeln sind ebenfalls sehr beliebt. Obststückchen mögen ganz besonders Amseln und Drosseln. Rotkehlchen, Meisen und Zaunkönige freuen sich riesig über getrocknete Mehlwürmer. Du kannst auch Meisenknödel in den Baum hängen, Futterstationen mit Samenmischungen auffüllen oder die Leckereien auf Deinem Terrassentisch auslegen. Achte nur darauf, dass die Futterplätze immer sauber sind und etwas frisches Wasser bereitsteht. 

feed the birds

JETZT DIE GARTENGERÄTE PUTZEN UND VERSTAUEN 

Auch Deine Gartengeräte müssen in diesen Tagen auf den Winter vorbereitet werden. Sie sollen doch nicht durch Frost, Nässe, Schimmel oder Rost zu Schaden kommen – oder? Darum entfernst Du jetzt an Schaufel, Harke und Hacke sämtlichen Dreck und die Roststellen. Danach ölst Du alle Metallteile ordentlich ein. Schau nach, ob bei Deiner Schaufel oder Deinem Spaten der Stiel noch fest mit dem Kopf verbunden ist. Ist er beschädigt, tausche ihn aus. Auch Garten- und Heckenscheren werden nun richtig geputzt. Dafür zerlegst Du sie in ihre Einzelteile. Schließlich verstecken sich oftmals Schmutz- und Harzreste dort, wo Du sonst ohne Weiteres nicht hinkommst. Du kannst die Verschmutzungen übrigens hervorragend mit Olivenöl oder Waschbenzin beseitigen. Hast Du alle Geräte gereinigt und eingeölt, werden sie ordentlich im Geräteschuppen verstaut. Vergiss nicht, die Wasserpumpen im Garten abzustellen. Sie werden anschließend ausgebaut und eingelagert. Sie verbringen nach einer ordentlichen Reinigung den Winter in einem frostfreien Raum. Ebenso die Gartenschläuche. Achtung: Bevor sie eingelagert werden, musst Du sie komplett entleeren. Und wenn Du schon mal dabei bist, kannst Du gleich die Gartenwasserversorgung abstellen, lässt aber die Hähne offen.

Winter store your mower

AUCH DER RASENMÄHER WIRD WINTERFEST GEMACHT

Natürlich soll Dein Rasenmäher im kommenden Frühjahr wieder fit sein. Darum befreist Du ihn nun zunächst von groben Verschmutzungen wie verkrustetem Gras oder Erde. Das machst Du mit einem Handbesen. Anschließend reinigst Du das Schneidwerk mit einem Lappen oder einer Bürste. Vorsicht! Nicht schneiden! Die sauberen beweglichen Teile ölst Du ein. So sind sie im Frühling wieder schön geschmeidig. Schau nach, ob die Schneidmesser ordentlich scharf sind. Falls nicht, ab damit zum Fachhändler. Dort werden sie nachgeschliffen. Du kannst nun super den Luftfilter auswechseln. Und lass das Benzin aus dem Tank ab. Ist das alles erledigt, kann der Rasenmäher frostfrei und abgedeckt überwintern. Noch ein kleiner Tipp: Alle Geräte möchten kühl, aber frostfrei gelagert werden. Am besten eignet sich dafür ein trockener und möglichst staubfreier Raum im Keller, die Garage oder der Geräteschuppen. 

protect the roses from frost

DER WINTER KOMMT – JETZT DAS ROSENHOCHSTÄMMCHEN SCHÜTZEN 

Machst Du jetzt alles richtig, werden Deine Rosenhochstämmchen auch im kommenden Jahr wieder blühen. Das ist zu tun: Als Erstes werden die Triebe ein wenig in Form geschnitten. So lassen sie sich besser einpacken. Es soll allerdings nur ein leichter Schnitt sein, den eigentlichen Rückschnitt bekommt die Krone erst im Frühling. Junge Rosenhochstämmchen sind oft noch so biegsam, dass man sie vorsichtig zu Boden drücken und dort locker mit einem Haken fixieren kann. Über den Fuß, die Veredelungsstelle und die Krone schüttest Du noch reichlich Erde, die schließlich mit Reisig abgedeckt wird. Der Stamm wird ebenfalls mit Reisig abgedeckt. Ältere Hochstammrosen müssen es aufrecht durch den Winter schaffen. Dafür werden sie allerdings sehr, sehr gut verpackt. So geht’s: Du umgibst die Krone mit einer dicken Schicht Tannenzweige, die Du mit einem Juteband festzurrst. Die Veredelungsstelle unterhalb der Krone umwickelst Du ebenfalls mit Reisig oder Stroh. Über die Krone stülpst Du noch einen Jutesack oder ein Wintervlies, das am unteren Ende locker zugebunden wird. Auf gar keinen Fall nimmst Du dafür eine Plastiktüte. Sie lässt keinen Sauerstoff durch und drunter wird’s im Winter so warm, dass durch die extremen Temperaturschwankungen die Pflanze empfindlich geschädigt wird. Sie könnte ersticken und erfrieren. Wichtig: Den Stamm ebenfalls mit Tannenzweigen und Stoff umwickeln und so vor der Wintersonne schützen.    ​ 

protect dahlias

DER FROST IST DA – DIE DAHLIEN MÜSSEN RAUS

Dahlien vertragen keine winterlichen Temperaturen. Deshalb solltest Du die Knollen spätestens im November ausbuddeln und einlagern. Sobald der erste Frost eingesetzt hat, geht’s los. Hängt das Grün an den Pflanzen oberhalb der Erde matschig runter, schnippelst Du als Erstes die Stängel auf 15 Zentimeter zurück. Anschließend buddelst Du mit einer Grabegabel vorsichtig die Knollen aus und befreist sie von so viel Erde wie möglich. Jetzt kannst Du sie auf Krankheiten untersuchen. Faulige Stellen werden mit einem scharfen Messer entfernt. Tipp: Behandle die Schnittstellen mit Holzkohlepulver. Das desinfiziert. Holzkohlepulver findest Du auf dem Boden der Grillkohleverpackung. Hast Du die Wunden entsprechend behandelt, stellst Du die Knollen einige Tage auf den Kopf. So läuft das Wasser aus den hohlen Stielen und die Knollen trocknen. Danach wandern sie in eine Kiste mit Sand oder oder feuchtem Laub. Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass Deine Dahlien nicht zu stark austrocknen. Die Kiste stellst Du über den Winter in einen kühlen und luftigen Raum. Einmal im Monat schaust Du nun nach Deinen Dahlienknollen und überprüfst, ob sie noch gesund sind.

 

IM NOVEMBER WEITER DAS HERBSTLAUB EINSAMMELN

Auch im November fallen die Blätter von den Bäumen – das solltest Du nutzen. Denn: Mit Herbstlaub lässt sich grandios mulchen. Du kannst es unter der Hecke oder in den Beeten dick verstreuen. Es schützt die Pflanzen vor Frost und Kälte, hält den Boden feucht und das Unkraut zurück. Du kannst es aber auch in Körben aus Kaninchendraht sammeln. Du solltest das Herbstlaub nur feucht halten, damit es sich schneller zersetzt. Es hilft auch, die Blätter zu zerkleinern. Das kannst Du ganz einfach mit dem Rasenmäher machen: Das heruntergefallene Laub zu einer geraden Linie zusammenharken und dann mit dem Rasenmäher drüberfahren. Den gefüllten Fangkorb leerst Du auf Deinen Komposthaufen oder eben in den Korb aus Kaninchendraht. Im Frühjahr arbeitest Du das Laub schließlich in die Beeterde ein.

Plant the lilles

JETZT WERDEN LILIEN VERBUDDELT 

Um Lilien zu pflanzen ist der November einfach perfekt. Jetzt hat der Boden genau die richtige Temperatur. Aber Vorsicht: Solltest Du Lilienzwiebeln bestellt haben und der Boden ist bei ihrer Ankunft bereits gefroren, musst Du sie erst einmal zwischenlagern. Am besten in einer Kiste mit feuchtem Sand und im dunklen, kühlen Keller. Sobald der Boden wieder getaut ist, setzt Du sie ins Beet. Die optimale Pflanztemperatur beträgt 5 Grad, wärmer als 15 Grad darf es auf keinen Fall sein. Das Loch sollte übrigens doppelt so tief sein, wie die Zwiebeln hoch sind. Denk daran, die Pflanzstelle anschließend mit Laub und Reisig abzudecken. 

 

VORM ERSTEN FROST NOCH HECKEN, BÄUME UND STRÄUCHER PFLANZEN 

In diesen Tagen werden in den Baumschulen „wurzelnackte“ Bäume und Sträucher angeboten. Wurzelnackt bedeutet, dass sie ohne Topf oder Jutesack um die Wurzeln verkauft werden. Diese Pflanzen sind in der Regel wesentlich günstiger als die Containerware. Außerdem sind sie qualitativ hochwertiger und in einer größeren Auswahl zu haben. Kaufst Du wurzelnackte Bäume oder Sträucher, musst Du sie ziemlich fix einpflanzen. Ihre Geschwister in den Töpfen können bei Bedarf etwas länger warten. So gehst Du vor: Sobald Du mit Deinen neuen wurzelnackten Pflanzen zu Hause bist, stellst Du sie in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Die Wurzeln dürfen sich nun erst einmal mindestens einen halben Tag lang satt saufen. Währenddessen hebst Du das Pflanzloch aus. Willst Du eine Hecke setzen, denkst Du natürlich an den notwendigen Abstand. Und Du weißt: Ein breites Pflanzloch ist besser als ein tiefes. Achte immer darauf, dass Du alle Pflanzen feucht hältst. Die Wurzeln dürfen nicht eine Minute lang trocknen. Ansonsten könnten sie absterben. Halte die Pflanze ins Loch, schütte die Erde hinein, trete die Erde fest und dann wird die Pflanze ordentlich gewässert. Eventuell benötigt sie noch eine Stütze. Auf alle Fälle solltest Du rundherum ordentlich mulchen.

Autumn leaves in November