Der nachhaltige Garten - Die Herstellung von Kompost

Revolutioniere deinen Garten

Nachhaltige Gartenarbeit ist in den letzten Jahren zu einem Schlagwort geworden. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich? Eigentlich ist nachhaltiges Gärtnern ein Konzept, bei dem es darum geht, mit natürlichen Ressourcen Nahrung und Nährstoffe zu erzeugen, ohne dabei bestehende Ökosysteme zu stören oder den ökologischen Fußabdruck zu vergrößern. Die Ressourcen können in Form von Land, Wasserversorgung, Saatgut, Dünger und vielem mehr zur Verfügung stehen. Das Leitprinzip für nachhaltigen Gartenbau ist die nachhaltige Produktion und der Respekt vor der Umwelt. Egal, ob du bereits Hobby-Gärtner bist oder noch darüber nachdenkst, dich der Bewegung anzuschließen, wir haben unten einige Tipps und Umwelt-Hacks zusammengestellt, die dir den Anfang erleichtern werden.

Kompost ist ein allgemeiner Begriff, der zersetzte organische Gartenabfälle wie Blätter, Blumen, Früchte, Zweige, Äste, Rinde, tote Insekten etc. beschreibt. Er ist für die Bodenbearbeitung äußerst vorteilhaft, da er den Nährstoffgehalt des Bodens verbessert. Darüber hinaus beeinflusst er die Wasserrückhaltung und die interne Bewässerung des Bodens positiv. Mit anderen Worten: Kompost sorgt für einen gesünderen und produktiveren Boden. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Kompost ein wesentlicher Bestandteil jeder nachhaltigen Gartenarbeit. Er trägt dazu bei, natürliche Abfälle aus dem Garten zu recyceln und den Zeit- und Arbeitsaufwand sowie die Kosten für die Entsorgung von Gartenresten zu reduzieren. Komposte können zwar auf Bauernhöfen und Bauernmärkten gekauft werden, dennoch sollte jeder Gärtner, der Wert auf Nachhaltigkeit legt, versuchen, seinen eigenen Kompost herzustellen. Es ist auch gar nicht schwer!

Compost

Der erste Schritt besteht darin, alle Gartenabfälle zu sammeln. Wenn dein Garten auf dem Balkon oder in der Küche liegt, gilt das gleiche Prinzip – mache einfach die notwendigen, logischen Anpassungen. Danach kommt der gesamte Abfall in ein passendes Behältnis oder auf einen Haufen und kann konstant weiter aufgefüllt werden, da Gärten und die darin lebenden Tiere täglich Abfälle erzeugen. Hier entsorgst du auch Grasabfälle und geschorene oder beschnittene Zweige. Um den Zersetzungsprozess anzuregen, vermische den Komposthaufen mit etwas Wasser und rühre ihn um. Wenn du den Prozess noch weiter beschleunigen willst, kannst du 10-10-10-Dünger einmischen, der eine Düngersorte mit 10 % Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumkonzentration enthält. Um sicherzustellen, dass während des Zersetzungsprozesses genügend Sauerstoff für Bakterien und andere Mikroorganismen vorhanden ist, sollte der Haufen alle zwei Wochen gemischt werden. Immer, wenn du das Gefühl hast, dass der Haufen trocken wird, spritzt du etwas Wasser darüber.  Die Zersetzung deines Komposts wird in den Sommer- und Frühjahrsmonaten in etwa drei bis vier Monaten abgeschlossen sein – im Herbst und Winter kann es allerdings fünf bis acht Monate dauern.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn du deinen frischen Kompost verteilst, tu dies bitte nicht während einer Regenperiode. Der Kompost braucht mehrere Tage, um sich einzunisten, und Regenwasser würde das Material einfach wegschwemmen und es in der Regel am niedrigsten Punkt deines Gartens ansammeln.

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