Bienen und Rasenpflege

Unsere symbiotische Beziehung mit Bestäubern

 

Bestäuber spielen eine entscheidende Rolle in der globalen Pflanzenproduktion. Fast 80 % der Nutzpflanzen sind auf die Dienste von Bestäubern wie Bienen, Wespen, Ameisen, Schmetterlingen und Vögeln angewiesen. Die Dienste, die diese Tiere leisten, haben einen geschätzten Wert von mehr als 3 Billionen US-Dollar pro Jahr! Auch in Freizeit- und Hausgärten helfen Bestäuber bei der Befruchtung von Blumen und Pflanzen, was zu einer deutlichen Steigerung der Blumen-, Gemüse- und Fruchterträge beiträgt. Sogar Rasenflächen profitieren von der Anwesenheit von Bestäubern – bestäubte Rasenflächen werden widerstandsfähiger gegen Umweltbelastungen. Darüber hinaus ist es eine sozial und moralisch verantwortliche Aufgabe, Rasen in einen Lebensraum für Bestäuber zu verwandeln, insbesondere angesichts des mysteriösen Verschwindens von Arbeiterbienen – was zu einem ernsten Problem geworden ist! Angesichts all dessen ist es nicht verwunderlich, dass viele Rasenbesitzer ihre Rasenpflege ändern, um mehr Bestäuber anzulocken.

So machst du deinen Rasen bienenfreundlich

Wir alle lieben gepflegte Rasenflächen. Es ist ein Teil des Vorstadtlebens geworden, dass jedes Wochenende der Rasen gemäht wird. Studien haben jedoch gezeigt, dass sich eine Verringerung der Mähhäufigkeit positiv darauf auswirken kann, Bienen und andere Bestäuber anzulocken. Das Rasenmähen in Abständen von drei Wochen kann die Rasenblumenproduktion sogar um das 2,5-Fache steigern! Wenn du beim Mähen einen zeitlichen Abstand von drei Wochen einhältst, kann das Gras Blütenköpfe entwickeln, die Bestäuber anlocken. Das längere Gras verbessert auch die Feuchtigkeitsspeicherung, was sowohl für das Gras als auch für die Bestäuber von Vorteil ist. Wenn drei Wochen zu lang für deinen Geschmack sind, solltest du überlegen, einen einzelnen Teil des Rasens weniger häufig zu mähen. Auch damit kannst du dazu beitragen, einen wichtigen Lebensraum für Bienen zu schaffen.

Wähle die richtigen Blumen und Pflanzen

Die meisten Rasenflächen haben Blumenbeete und oft sogar Hecken an ihren Grenzen. Verbessere die Anziehungskraft der Blumen und Pflanzen, indem du einheimische Arten pflanzt, von denen bekannt ist, dass Bienen sie lieben. Wähle Blumen und Kräuter mit einem vergleichsweise hohen Gehalt an Nektar. Dazu gehören Echter Lavendel, Goldlack (Erysimum), Zinnien, Rosmarin und Basilikum. Mische verschiedene Farben – Bienen fühlen sich von hellen und kräftigen Farben angezogen! Entscheide dich für Pflanzen wie Burzeldorn, Sand-Thymian und Windenknöterich – diese Pflanzen sind wahrscheinlich wie Fast Food für Bienen! Es ist wichtig, Stauden in deine Blumen- und Pflanzenauswahl miteinzuschließen, um sicherzustellen, dass Bestäuber auch im tiefsten Winter auf deinen Rasen gelockt werden.

Andere Strategien, um Bienen auf deinen Rasen zu locken

Wenn dir die Aussicht gefällt, selbst dazu beizutragen, die Bienen zu retten, findest du hier einige weitere Möglichkeiten, wie du sie auf deinen Rasen locken kannst.

  1. Baue Bienenhotels: Wenn du einen toten Baum auf oder in der Nähe deines Rasens hast, schneide die Äste ab (aus Sicherheitsgründen) und bohre mehrere Löcher in ein paar dickere Äste. Keine Sorge, es wird sich dort kein Bienenstock einnisten. Die Löcher können jedoch als Notunterkünfte dienen.  
  2. Verwende keine Pestizide: Bienen mögen den Geruch und Geschmack von Pestiziden nicht. Wenn sie aus Verzweiflung mit Pestiziden behandelten Nektar trinken, sterben sie an einer chemischen Vergiftung durch kontaminierten Nektar und Feuchtigkeit.

Die Ergebnisse sind nicht sofort sichtbar, insbesondere wenn du keine Blumen oder Pflanzen auf deinem Rasen hast. Deine Maßnahmen werden jedoch zweifellos dazu beitragen, das lokale Ökosystem zu verbessern. Wenn Aristaios, der griechische Gott der Bienenzucht, tatsächlich existiert, wirst du definitiv göttlich belohnt!

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